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		<title>Pseudonyme und Anonymität in Zeiten von Internet und Datenbanken &#8211; 10. analoger Salon in Hamburg am 23. November 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 14:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Schott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatheit / Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Authentizität hat einen hohen Stellenwert – gerade in der Massengesellschaft. Wie echt ist die eigene Persönlichkeit, wie kenntlich wird ihr Eigensinn? Unter anderem Namen zu publizieren, aufzutreten und zu leben – damit spielten bisher meistens Schriftsteller, Schauspieler und Künstler. Wie in vielen anderen Lebensbereichen macht heutzutage das Internet es möglich, unter diversen Namen und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Authentizität hat einen hohen Stellenwert – gerade in der Massengesellschaft. Wie echt ist die eigene Persönlichkeit, wie kenntlich wird ihr Eigensinn? Unter anderem Namen zu publizieren, aufzutreten und zu leben – damit spielten bisher meistens Schriftsteller, Schauspieler und Künstler. Wie in vielen anderen Lebensbereichen macht heutzutage das Internet es möglich, unter diversen Namen und mit vielen Identitäten aufzutreten. Man mag das als Vervielfältigung des Ich, als „Demokratisierung“ und somit als Freiheits-Gewinn ansehen. “Ich ist ein anderer“ – so hatte Arthur Rimbaud geschrieben. Als ein „anderer“ im Web zu posten, sich darzustellen – das kann heutzutage jeder.</p>
<p style="text-align: justify;">Spätestens seit den spektakulären Veröffentlichungen brisanter Dokumente durch Wikileaks besitzt diese Möglichkeit, im Internet anonym zu agieren, jedoch auch gesellschaftspolitische Sprengkraft. Immer häufiger kommt daher aus der Politik der Ruf nach einem Zwang, nur mehr mit dem eigenen „Klarnamen“ im Web sich zu artikulieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen festlegenden Vorstoß hatte Google+ gestartet. Die neue Social Networking Plattform verlangte zu Beginn von Nutzern die Verwendung des Klarnamens. Dagegen protestierten viele User erfolgreich, die bisher im Internet unter einem Pseudonym aktiv sind und damit eine gewisse Bekanntheit erreicht haben. Denn für sie ist gerade der Reiz, mit einer weiteren Identität öffentlich und zugleich geschützt sein zu können. Inzwischen hat Google+ seine Policy zurück genommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hieran knüpfen sich nun Fragestellungen, welche spielerischen Möglichkeiten etwa das &#8220;wer bin ich &#8211; und wenn ja wie viele&#8221; im Netz eröffnen? Wohin führt die Netz-Schauspielerei in Zeiten, in denen der Ruf nach Authentizität wächst? Inwieweit verändern Pseudonyme und Anonymität die Kommunikation? Und in welchen Zusammenhängen ist Anonymität erforderlich – und ab wann wird sie für eine Gesellschaft problematisch?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auf dem zehnten Hamburger I-15 Salon am 23. November 2011 wollen wir während eines gemeinsamen Abendessens hierzu intensiv diskutieren und uns austauschen über:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Pseudonyme und Anonymität in Zeiten von Internet und Datenbanken&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eingeladen sind Menschen, die hierzu etwas Beitrag wollen und mitreden möchten; erbeten wird daher ein kurzes, ca. 3-minütiges persönliches Statement zum Thema, das folgende Elemente enthält:</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>a) individuelle Motivation<br />
b) gesellschaftliche Konsequenz<br />
c) mögliche Ideen für Handlungen</strong></p>
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		</item>
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		<title>Zwischen Filtersouveränität und Scheuklappen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 17:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Schott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsfilter]]></category>
		<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Filter]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung des i-15 Salons vom 27. September im Hamburg Business Club.
Thema war: "Zwischen Filtersouveränität und Scheuklappen - Wie die Gesellschaft von Filtern beeinflusst wird und wie abhängig wir von Filtern sind"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Wie die Gesellschaft von Filtern beeinflusst wird und wie abhängig wir von Filtern sind &#8211; </strong><br />
das war die Thematik, mit der sich der analoge Salon für digitale Themen am 27. September beschäftigt hat. Unter der Moderation von Moritz Avenarius kamen zwölf Personen mit unterschiedlichem Hintergrund im Hamburg Business Club zusammen, um die individuellen Positionen auszutauschen, die gesellschaftlichen Konsequenzen zu diskutieren und mögliche Handlungsanweisungen zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Individuelle Motivation:</strong><br />
Die Teilnehmer um die Initiatoren Tina Kalow und Peter Kabel stellten in drei-Minuten-Statements ihre Standpunkte zu Internetfiltern dar. Die übereinstimmende Meinung, dass wir tagtäglich sowohl im Internet als auch im Alltag vielfältig mit Filtern konfrontiert sind, war einer der wenigen Punkte, über die Konsenz herrschte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Teilnehmer berichtete über das E-Mails einer Freundin bei E-Mail Providern im Spamordner landen, da der Nachname der Freunin in Kombination mit einem unpassenden Betreff ausgefiltert werden. Wichtige Informationen werden so wohlmöglich nicht zugestellt. Die technische Lösung, die auf logischen und semantischen Parametern basiert, setzt sich über unsere persönliche Filter, nämlich Bekannte und Freunde, hinweg und unterbindet die Zustellung von für uns relevanter Information.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Großteil aller Internetsitzungen startet mit der Suchmaschine Google, die bei gleicher Suchanfrage unterschiedliche Ergebnisse ausliefert &#8211; abhängig vom jeweiligen Nutzer. Somit stellt sich die Frage, ob von einer Objektivität gesprochen werden kann, wenn Suchergebnisse aufgrund des Surfverhaltens angezeigt werden. Hierbei wurde mehrfach auf das folgende Video von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eli_Pariser" target="_blank">Eli Pariser</a> und dessen Buch <a href="http://www.thefilterbubble.com/" target="_blank">The Filter Bubble</a> verwiesen, in dem demonstriert wird, dass es kein objektives Suchergebnis von Google gibt.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="399" height="203" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/B8ofWFx525s?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="399" height="203" src="http://www.youtube.com/v/B8ofWFx525s?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.farid-mueller.de/" target="_blank">Farid Müller</a>, Abgeordneter der Hamburger Bürgschaft, führte an, dass auch die Demokratie auf Filtern basiere. Sein Bürgschaftsmandat hat er durch eine demokratische Wahl erhalten. Auch hier greift das Prinzip der Filterung: Der Wähler entscheidet sich an der Wahlurne für den Kandidaten, dessen Ansichten er am ehesten teilt. Insofern filtert er die Differenzen raus und konzentriert sich auf den Konsens. Filter beschränken demnach nicht nur Information, sondern tragen auch zur Anreicherung von Information bei.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.profilagentin.com/" target="_blank">Kixka Nebraska</a> bestätigte dies anhand des Zuwachses ihrer Follower um über 80 Prozent, nachdem sie von <a href="http://saschalobo.com/" target="_blank">Sascha Lobo</a> bei Google+ im Circle: <a href="https://plus.google.com/112716356719620674952/posts/jCKD85sVe1G" target="_blank">German Essential</a> aufgenommen wurde. Die Erkenntnis, dass Filter auch als Verstärker eingesetzt werden können, zeigt sich auch angesichts der werblichen Aussagen mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind. Ständige Wiederholung von Werbebotschaften gipfeln in personalisierter, dem Umfeld angepasster Werbung, und Retargeting.<br />
Die Filter, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, sind somit ganz unterschiedlicher Art. Sie basieren auf technischen, politischen oder wirtschaftlichen Interessen der Akteure.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für eine Gesellschaft?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kontrollverlust</strong><br />
Jeder der Filter nutzt, oder diesen ausgesetzt ist, gibt eine gewisse Kontrolle ab. Wir wissen nicht, weshalb uns Suchmaschinen bestimmte Ergebnisse anzeigen. Genauso wissen wir nicht, weshalb uns bei sozialen Netzwerken bestimmte Inhalte angezeigt, oder verborgen werden. Die Verbreitung der gefilterten Informationen lässt uns nicht  kontrollieren, ob wir auch nur die unvollständige Information sehen  möchten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Steigerung der Effizienz</strong><br />
Durch die Nutzung von Suchmaschinen zur Beantwortung von Fragen, überträgt man die Durchsicht von mehreren Milliarden Internetseiten an eine Suchmaschine, in der Hoffnung, von ihr das passende Ergebnis angezeigt zu bekommen. Niemand könnte selbst alle Webseiten durchsuchen, daher helfen Filter der Gesellschaft, effizienter zu sein und weniger Zeit mit der Suche nach Information zu vergeuden.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch birgt diese Effizienz auch eine gewisse Gefahr für die Bildung von blinden Flecken und für Manipulation.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mögliche Manipulation</strong><br />
Die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken und das Tracking unseres Surfverhaltens hilft Akteuren mit wirtschaftlichem Interesse, uns spezielle Angebote wiederholt vor Augen zu führen. So wussten Teilnehmer zu berichten, dass sie nach einer spät abendlichen Netzsession plötzlich Augentropfen als Anzeigen gereicht bekamen. Diese Anzeigen werden durch unserer Bewegungen im Netz ausgelöst und liefern das Futter für die Personalisierung von Angeboten. Die Nutzer selbst liefern die Relevanz für die ihnen angezeigten Werbemittel. Die ökonomische Logik baut lediglich auf diesem Zustand auf und bedient sich bestimmter Algorithmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Algorithmen als zusätzliches Sinnesorgan</strong><br />
&#8220;Algorithmen sind ein gesellschaftliches Sinnesorgan, das die Blicke schärfen kann.&#8221;, merkte <a href="http://www.xing.com/profile/Jens_Best" target="_blank">Jens Best</a> und führt an, das erst durch Filter eine gewisse Kontextualisierung entsteht. Somit entsteht eine Macht auf Seiten der Besitzer bzw. Nutzer dieser Algorithmen. Ähnlich der Coca-Cola Formel ist der Suchalgorithmus von Google nicht veröffentlicht und geistiges Eigentum, welches Internetnutzern vermietet wird. Über diesen Algorithmus definiert sich die Auffindbarkeit und Distribution von Inhalten im Netz.<br />
Doch trotz des Einsatzes von Algorithmen kann der Gesellschaft nicht abgenommen werden, Entscheidungen zu fällen. Die Balance zwischen Information und Entscheidung kann weiterhin weder durch Filter noch durch andere technische Hilfsmittel ersetzt werden. Je fundierter eine Entscheidung durch das Vorliegen von viel Information untermauert werden kann, desto seltener werden Impulsentscheidungen gefällt. Impulsentscheidungen haben jedoch immer einen gewissen zeitlichen Vorsprung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eingedämmte Information</strong><br />
Viel Information erreicht uns aus sozialen Netzwerken, in denen wir uns mit Freunden und Bekannten vernetzt haben. Information, die über das Zwischenmenschliche hinausgeht, unterliegt einer Verflachung. Unser soziales Netzwerk entspricht meist nicht unserem sozialen Umfeld in der Realität &#8211; wir umgeben uns dort meist mit Personen, die aus einem ähnlichen sozialen Milieu stammen oder ähnliche Ansichten vertreten. Wenn diese Personen nun wiederum Information und Inhalte mit uns teilen, stammen diese aus einem uns ähnlichem Umfeld. Dadurch lauert die Gefahr, dass der soziale Graph in seinem eigenen Saft darbt und nur wenige Inhalte und Einflüsse von außen eindringen. Die geteilte Information mag für den Einzelnen von großer Relevanz sein, jedoch birgt diese einseitige Informationszufuhr die Gefahr, blinde Flecken zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn wir Filter schon nicht umgehen können, welche Erwartungen müssen wir an sie stellen und wie können wir sie am besten nutzen?<br />
</strong>Der höchste Filter ist unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Was filtert der Einzelne und was teilt er der Gesellschaft mit? In einer Zeit, in der das klassische Sender-Empfänger-Verhältnis längst obsolet ist,  sind wir dafür verantwortlich, wie viel Information wir über uns oder andere veröffentlichen. Genauso muss man sich damit abfinden, nicht alle vorhandene Information einsehen zu müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Serendipität<br />
</strong>Algorithmen lassen keinen Spielraum für Zufälle. Zufälle begünstigen jedoch die persönliche Entwicklung oder auch die Entstehung großer Erfindungen. Der Einsatz hochtechnologischer Filter beraubt uns dieses Zufalls, der unlogischen Kombination von Existierendem. Wer weiß, ob die bisher genutzten Algorithmen überhaupt mein tatsächliches Interesse erfasst haben? Vielleicht habe ich mich bisher im Netz nur auf den falschen Seiten bewegt? Da mir nun aber ständig ähnliche Seiten gezeigt werden, verliere ich die Möglichkeit, zufällig auf Schmuckstücke zu stoßen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Medienkompetenz<br />
</strong>Eine weitere Handlungsmöglichkeit wäre die Erhöhung der Medienkompetenz der Gesellschaft. Mit der Anschaffung von Anlaufstellen und Instanzen könnte anschaulich  erklärt werden, weshalb welche Information wo angezeigt wird. Auf diese Weise kann der Bürger davon abgehalten werden, wirtschaftlich oder politisch manipuliert zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Presse-Grosso<br />
</strong>Ein weiterer Vorschlag ist, ein Pendant zum <a href="http://www.pressegrosso.de" target="_blank">Presse-Grosso</a> im Internet einzuführen. Der Presse-Grosso sichert in Deutschland die Pressefreiheit,  <a href="http://www.artikel5.de/" target="_blank">Artikel 5</a> des Grundgesetzes: <em>Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. </em>Niemand weiß die tatsächliche Funktionsweise des Suchalgorithmus von Google. Da Google die Rolle eines mächtigen Distributors von Information eingenommen hat, muss sichergestellt werden, dass alle Information, solange sie die allgemeinen Gesetze nicht verletzt, über Google verteilt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8221; Zeige Alle&#8221; &#8211;  Button<br />
</strong>Eine konkrete Umsetzung um die Anzeige von Suchergebnissen entsprechend dem Surfverhalten zu erweitern, könnte die Einführung eines &#8220;Zeige Alle&#8221; &#8211; Buttons sein. Mit Hilfe dieses Schalters hätte der Nutzer die Möglichkeit, das tatsächliche, &#8220;objektive&#8221; Suchergebnis angezeigt zu bekommen, welches Unabhängig von seinen persönlichen Parametern ist.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wie alle bisherigen i-15 Veranstaltungen war auch dieser Salon geprägt von offenen Diskussionen, einem fairen Umgang miteinander und ehrlicher Meinung. Gerne laden wir Leser dieses Artikels dazu ein, an einem der nächsten Termine teilzunehmen. Dazu entweder einen der bekannten oder genannten Teilnehmer ansprechen, oder diesen Blog verfolgen, auf dem alle weiteren Veranstaltungen angekündigt werden.</p>
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		</item>
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		<title>Zwischen Filtersourveränität  und Scheuklappen &#8211; 7. analoger Salon in Hamburg am 27.September 2011</title>
		<link>http://www.i-15.de/salon_hamburg/zwischen-filtersourveranitat-und-scheuklappen-7-analoger-salon-in-hamburg-am-27-september-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Agnieszka Krzeminska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsfilter]]></category>
		<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Filter]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Themenfokus: „Zwischen Filtersourveränität und Scheuklappen &#8211; wie die Gesellschaft von Filtern beeinflusst wird und wie abhängig wir von Filtern sind“
Wissen Sie noch, was in der Zeitung stand, die Sie heute gelesen oder was die Themen in den Nachrichten waren, die sie gestern gesehen haben? Dass man auf so eine Frage nicht mit einer wirklich vollständigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px} p.p3 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px 'Times New Roman'; min-height: 15.0px} p.p4 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: center; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px} p.p5 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: center; font: 12.0px Helvetica; color: #1738f5} span.s1 {letter-spacing: 0.0px} span.s2 {font: 12.0px 'Times New Roman'; letter-spacing: 0.0px} span.s3 {text-decoration: underline ; letter-spacing: 0.0px} --><strong>Themenfokus: </strong>„<strong>Zwischen<em> </em>Filtersourveränität<em> </em>und Scheuklappen &#8211; wie die Gesellschaft von Filtern beeinflusst wird und wie abhängig wir von Filtern sind“</strong></p>
<p>Wissen Sie noch, was in der Zeitung stand, die Sie heute gelesen oder was die Themen in den Nachrichten waren, die sie gestern gesehen haben? Dass man auf so eine Frage nicht mit einer wirklich vollständigen Aufzählung antworten kann, liegt nicht nur daran, dass sich Menschen nicht alles merken können, was sie erleben und erfahren. Wir nehmen selektiv war. Wir merken uns besser, was uns interessiert, wir lesen und sehen meist, was uns ohnehin interessiert. Wir konsumieren die Medien, die tendenziell ohnehin die Meinungen bestätigen, die wir uns gebildet haben.</p>
<p>Wir filtern. Tag für Tag sortieren wir aus dem Strom an Informationen und Eindrücken unsere ganz persönliche Sicht. Durch die Digitalisierung und die Vernetzung tritt dieser Aspekt des Lebens – und das Paradoxon, dass Gesellschaft als gemeinschaftliche Übereinkunft trotzdem funktioniert, obwohl jeder im Grunde alles ganz individuell wahrnimmt – deutlicher denn je zuvor. Die Informationsmenge, aus der jeder, der über einen Internetanschluss verfügt, Wissen gewinnen kann, ist so groß wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Suchmaschinen oder die Empfehlungen von Freunden und Bekannten helfen uns, aus dem allgegenwärtigen Informationsfluss das herauszufischen, was für uns wichtig ist. Oder?<span id="more-109"></span></p>
<p>Ja, nun sind wir nicht mehr davon abhängig, dass die Mitarbeiter einer Zeitung oder einer Nachrichtensendung herausfiltern, was an Stadt- oder Weltgeschehen für uns wichtig ist. Wir können das selbst tun, wir definieren unsere Filter heute selbst – indem wir Menschen in Sozialen Netzwerken folgen (oder sie gerade ignorieren), per RSS-Feed unterschiedliche Nachrichtenquellen zum persönlichen Infodienst zusammenschließen oder selbst entscheiden, nach welchem Thema wir gerade googlen.</p>
<p>Doch sind wir deswegen souveräner? Oder haben nur andere, subtilere Mechanismen das  Filtern übernommen, so dass wir gar nicht merken, dass nicht wir filtern, sondern andere das für uns tun? Google etwa zeigt jedem Nutzer individuell unterschiedliche Suchergebnisse an, die aus der Auswertung vorheriger Recherchen extrapoliert werden. Facebook präsentiert auf den ersten Blick nicht alle Neuigkeiten aus dem Stream der Freundesnachrichten, sondern eine Auswahl – wer am aktivsten auf Facebook ist, hat die besten Chance, durch diesen Filter zu schlüpfen und im Stream der anderen präsent zu sein. Der Autor Eli Pariser sorgt sich deshalb, dass die Menschen in so einer „Filterblase“ eingesperrt werden.</p>
<p><strong>Auf dem siebten I-15 Salon am 27. September 2010 wollen wir während eines gemeinsamen Abendessens hierzu intensiv diskutieren und uns austauschen über:</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>„<strong>Filter und<em> </em>Filtersourveränität<em>“</em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Eingeladen sind Menschen, die hierzu etwas Beitrag wollen und mitreden möchten; erbeten wird daher ein kurzes, ca. 3-minütiges persönliches Statement zum Thema, das folgende Elemente enthält:</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>a) individuelle Motivation<br />
b) gesellschaftliche Konsequenz<br />
c) mögliche Ideen für Handlungen</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Organisatorisches</strong></p>
<p>Der Salonabend beinhaltet die Teilnahme an einem gemeinsamen 3-Gänge-Menue zum Preis von 27,50 EUR pro Person, zzgl. Getränke. Um die Planung für das Restaurant zu gewährleisten bitten wir, bis einen Tag vor der Veranstaltung (27.10.) um <strong>verbindliche</strong> Anmeldung. Bei kurzfristiger Absagen am Tag des Salons müssen wir leider das dann eingeplante Essen in Rechnung stellen. Wir bitten hierfür um Verständnis.</p>
<p>Wir wollen diesmal erstmals versuchen, die Ergebnisse dieser Diskussionen mit unterschiedlichen Medien auch öffentlich zu dokumentieren. Weil aber vor allem der vertrauensvolle, offene Austausch den Reiz der Salons ausmacht, kann natürlich jeder selbst entscheiden, ob auch seine Beiträge veröffentlich werden oder überhaupt publik werden soll, dass er teilgenommen hat.</p>
<p>Danke Lars Reppesgaard für den Text.</p>
<p>Anmeldungen bitte an <a title="Anmeldung HH-Salon 27.9.2011" href="mailto:info@i-15.de">info@i-15.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles auf Neustart oder: Kann man seinen Namen aus den Google-Speichern löschen?</title>
		<link>http://www.i-15.de/digitale_identitat/alles-auf-neustart-oder-kann-man-seinen-namen-aus-den-google-speichern-loschen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 14:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Reppesgaard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Privatheit / Öffentlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine zweite Chance hat jeder verdient. Aber: Das Netz vergisst nie etwas. Jugendsünden oder Verleumdungen finden Suchende dank Google und anderer Suchmaschinen immer wieder, auch wenn die Betroffenen mit diesen Web-Inhalten nicht mehr konfrontiert werden wollen. Gibt es Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun? Marc Pentermann hat auf seiner Webseite &#8220;Der Webanhalter&#8221; einen lesenswerten Artikel darüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine zweite Chance hat jeder verdient. Aber: Das Netz vergisst nie etwas. Jugendsünden oder Verleumdungen finden Suchende dank Google und anderer Suchmaschinen immer wieder, auch wenn die Betroffenen mit diesen Web-Inhalten nicht mehr konfrontiert werden wollen. Gibt es Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun? Marc Pentermann hat auf seiner Webseite &#8220;Der Webanhalter&#8221; einen <a href="http://www.webanhalter.de/1217-anleitung-name-google.html">lesenswerten Artikel</a> darüber geschrieben, ob und wie man seinen eigenen Namen bei Google wieder entfernen kann. </p>
<p>Ich habe ihn auf meiner Webseite <a href="http://googlereport.de/2010/08/24/wie-man-sich-bei-google-unsichtbar-macht/">Googlereport</a> mit seiner Genehmigung veröffentlich, weil ich denke, dass uns allen ein paar Kniffe für das digitale Zeitlater gut tun. Selbstbestimmung ist für mich die alternative zum Kontrollverlust, den zu aktzeptieren auch bedeutet, das Netz und die Technologien und sozialen Dynamiken, die es antreiben, als etwas zu definieren, das man gleich den Naturgewalten geschehen lassen muss. Ich halte es für sinnvoller, Digitalisierung und Vernetzung als technische und soziale Prozesse zu begreifen &#8211; von Menschen gemacht, also auch: von Menschen zu beeinflussen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kann eine Online-Petition Google erweichen?</title>
		<link>http://www.i-15.de/sonstiges/kann-eine-online-petition-google-erweichen/</link>
		<comments>http://www.i-15.de/sonstiges/kann-eine-online-petition-google-erweichen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 10:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Reppesgaard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Voice]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie können Netznutzer gegenüber großen Online-Riesen ihre Interessen artikulieren? Eine Antwort können Online-Petitionen sein, in denen die Nutzer kund tun, was sie wollen oder was ihnen nicht passt. Ein Beispiel dafür startete am letzten Samstag. Ich hab es für den Googlereport aufgegriffen, denke aber, es passt gut zu den Gedanken, die sich auch die I15 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie können Netznutzer gegenüber großen Online-Riesen ihre Interessen artikulieren? Eine Antwort können Online-Petitionen sein, in denen die Nutzer kund tun, was sie wollen oder was ihnen nicht passt. Ein Beispiel dafür startete am letzten Samstag. Ich hab es für den <a href="http://googlereport.de/2010/07/07/petition-zu-google-voice-ein-interview-uber-digitale-interessenvertretung-als-experiment/">Googlereport</a> aufgegriffen, denke aber, es passt gut zu den Gedanken, die sich auch die I15 macht. Here we go:</p>
<p><a href="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/VOice-Petition.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1226" title="VOice Petition" src="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/VOice-Petition-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit <a href="http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--201007067736.html" target="_blank">Samstag</a> sammelt der amerikanische Student Frank Rizzo im Rahmen einer <a href="http://www.giveusgvdesktop.com/" target="_blank">Petition </a> Unterschriften, mit denen er Google dazu bringen will, auf Basis von Googles Telefondienst Google Voice eine eigene Voice-over-IP-Anwendung zu veröffentlichen. Bis heute haben erst 3100 Menschen die Petition unterschrieben. Trotzdem ist sie ein interessantes Experiment. Ein Interview. <span id="more-101"></span></p>
<p>„<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Voice " target="_blank">Google Voice </a> ist ein kostenloser, webbasierte Telefonmanager. Unter dem Motto “Eine Nummer für alle deine Telefone, für immer” hat der bisher nur in den USA verfügbare Dienst das Zeug, die Telefonie zu revolutionieren“, erklärte <a href="http://netzwertig.com/2009/07/16/google-voice-die-revolution-der-telefonie/" target="_blank">Martin Wiegert</a> im Juni 2009 zum Potential der Lösung.</p>
<p>Nutzer erhalten eine einzige Telefonnummer, die sie mit Hilfe von selbst definierten Regeln je nach Anrufer an das private, dienstliche oder mobile Telefon weiterleiten und über eine  Weboberfläche verwalten können. Besonders an dem Dienst ist, dass Anrufe bei der Mailbox in Text umgewandelt und damit durchsuchbar gemacht werden. Frank Rizzo studiert Mathematik und Versicherungswesen und fordert Google auf, auch Desktop-Version dieses Dienstes zur Verfügung zu stellen.</p>
<p><strong>Googlereport: </strong>Frank, warum fehlt dir die Google Voice Desktop App? VoIP-Clients gibt es doch viele, sind Skype und Co. nicht gut genug?<br />
<strong><br />
Frank Rizzo: </strong>Google ist dafür bekannt, dass man qualitativ hochwertige Services umsonst anbietet, oder wenn überhaupt, sehr wenig Geld dafür verlangt. Skype ist dagegen bekannt dafür, dass es in einigen Teilen der Welt nicht funktioniert. Dazu kommt, dass viele Leute in den USA sich über die Gesprächsualität beschweren. Außerdem trägt Wettbewerb dazu bei, die Preise zu senken. Er würde dazu führen, dass sie auch bei Skype sinken.<br />
Google Voice als Desktop-VoIP-Anwendung würde Google Voice außerdem für die gesamte Welt öffnen, während man den Dienst bisher nur in den USA nutzen kann. Das ist etwas, was vielen Menschen rund um die Welt viel bedeutet. Viele würden gerne Google Voice nutzen, leben aber nicht in den Vereinigten Staaten. Du brauchst aber eine US-Telefonnummer, damit dieser Weiterleitungsdienst überhaupt funktionieren kann.<br />
Mit einer Desktop-Anwendung von Google Voice  würde dein Standort keine Rolle spielen, weil alle Anrufe über das Internet geroutet werden. Dadurch könnte jeder auf der Welt den Dienst nutzen.</p>
<p><strong>Googlereport: </strong>Wie zufrieden bis du mit den Rückmeldungen aus der Web Community? Unterschreiben die Leute wie verrückt, oder ist es schwer, Mitstreiter zu gewinnen?<br />
<strong><br />
Frank Rizzo: </strong>Es war nicht leicht und die Aktion wird wohl auch nicht so laufen, wie ich es erhofft habe. Ein Hauptproblem ist das Timing. Ich habe nicht bedacht, dass letztes Wochenende, als ich die Kampagne startete, in den Vereinigten Staaten der Unabhängigkeitstag gefeiert wurde. Die meisten Leute waren in den Ferien. Einige größere Medien wie CNN, C/Net, oder Tech Crunch haben über die Aktion berichtet, das war überraschend und aufregend. Viele Leute haben es auch herum getweetet.<br />
Mein offzielles Ziel war es, 500.000 Unterzeichner zu bekommen. Das wird sicher nicht passieren. Ich habe extra eine so obszöne hohe Zahl gewählt, weil ich nicht wollte, dass Leute nicht unterzeichnen, weil sie denken, die Quote ist erreicht. Ich habe aber nie erwartet, auch nur annähernd so viele Unterschriften zu bekommen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Googlereport: </strong>Hat Google auf die Aktion reagiert?</p>
<p><strong>Frank Rizzo: </strong>Das weiß ich nicht. Ich habe nichts mitbekommen.</p>
<p><strong>Googlereport: </strong>Würdest du sagen, dass die Petition eine Blaupause dafür ist, wie die Web-Community gegenüber den Netzgiganten ihre Interessen artikulieren und vertreten kann?</p>
<p><strong>Frank Rizzo: </strong>Ich habe das ganze schon irgendwie als Experiment in diese Richtung verständen. Ich mein, ich will wirklich dieses Desktop-VOIP-Anwendung, und das ist meine Hauptmotivation. Aber ich dachte, es wäre auch interessant zu sehen, wie viele Leute wirklich sich zusammenschließen. Und bislang machte es Spaß, das Experiment zu verfolgen, aber ich würde es gerne sehen, wenn noch viel mehr Menschen unterschreiben, 10.000  wäre großartig.<br />
Viele Leute kritisieren mich wegen der Peition, sie sagen, eine Online-Petition wäre das allerletzte, auf das ein großes Unternehmen hören wird.<br />
Aber wie sonst kann man die Stimmen von Tausenden zusammenbringen? Ich kann ja nicht von Tür zu Tür gehen, ich kann nicht die Leute anrufen und damit belästigen, auf diese Weise kommen die Leute hinzu, die davon gehört haben und die das Thema interessiert. Ich sehe keinen Grund, irgendeinen Versuch, Dinge zu verändern oder anzuschieben, schlecht zu machen.<br />
Auch wenn es nicht die Art und Weise ist, die du für am besten hältst, kannst du doch wenigstens den anderen darin bestärken, es wenigstens zu versuchen. Ich finde es schön, wenn Leute zusammen kommen, egal, ob sie gegen etwas Ungerechtes protestieren oder ob sie Google um diese Desktop-Anwendung bitten. Also, unterschreibt bitte. <img src='http://www.i-15.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Thanks!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Quit Facebook Day&#8221; &#8211; Eine notwendige Manöverkritik</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 16:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Reppesgaard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatheit / Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[I15]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Quit Facebook Day]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir als Netzgemeinschaft in der Lage sein wollen, mit den Unternehmen und Institutionen (Politik z.B.) in den Dialog zu treten, um unsere Interessen zu vertreten und dafür zu sorgen, dass Regelungen und Policies in unserem Sinne sind, stellt sich die Frage, wie das gelingen kann. Wie interventionsfähig sind &#8220;die Netznutzer&#8221;, welche ihrer Kampagnen laufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir als Netzgemeinschaft in der Lage sein wollen, mit den Unternehmen und Institutionen (Politik z.B.) in den Dialog zu treten, um unsere Interessen zu vertreten und dafür zu sorgen, dass Regelungen und Policies in unserem Sinne sind, stellt sich die Frage, wie das gelingen kann. Wie interventionsfähig sind &#8220;die Netznutzer&#8221;, welche ihrer Kampagnen laufen gut, welche schlecht, und warum ist das so? Dies zu untersuchen, ist für mich ein wesentlicher Ansatz um handlungsfähig zu werden, wenn es darum geht, die Spielregeln in der digitalen Welt ein wenig mitzugestalten.<span id="more-84"></span></p>
<p>Aus diesem Grund habe mich auf meiner Webseite &#8220;Googlereport&#8221; an eine kleine <a href="http://googlereport.de/2010/06/01/eine-manoverkritik-zum-quit-facebook-day-oder-wie-man-giganten-wie-facebook-und-google-doch-zahmen-kann/">Analyse </a>des gestrigen &#8220;Quit Facebook Day&#8221; gewagt, die meiner Ansicht nach gut zu den I15-Themen passt und hoffentlich zu weiteren Diskussionen über geeigente Interventionsformen anregt. Ok, here we go.</p>
<p>Der „Quit Facebook-Day“, zu dem gestern zwei kanadische Programmierer aufgerufen haben, war ein netter Versuch, aber im Grunde genommen ein Flop. Damit stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten Webnutzer haben, gegenüber Unternehmen wie Google oder Facebook, Apple, Amazon und allen anderen Internetgiganten gemeinsam Interessen zu artikulieren.</p>
<p>So Aktion war eigentlich etwas, was ich mir immer gewünscht habe: Netznutzer tauschen sich über ein Problem auszutauschen (hier: Datenschutz auf Facebook) und entwickeln eine Aktionsform, die die Netzriesen direkt zu spüren kriegen.</p>
<p><a href="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Quitfacebook.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-755" title="Quitfacebook" src="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Quitfacebook-e1275403501244.jpg" alt="" width="280" height="124" /></a></p>
<p>Die Idee, dass die Netzgemeinschaft klug und wirkungsmächtig für ihre Interessen streiten kann, hat für mich etwas Utopisches, Ermutigendes und etwas zutiefst Demokratisches. Ich denke, wir haben sehr wohl mitzureden, wenn Unternehmen Dinge entscheiden, die uns alle betreffen.</p>
<p>Und was Facebook entscheidet, betrifft, obwohl niemand gezwungen ist, dort Mitglied zu sein, so viele Menschen, dass ich denke, dass solche Entscheidungen schon auch eine Sache der Öffentlichkeit sind. Facebook hat fast 500 Mio Nutzer, wird <a href="http://www.google.com/adplanner/static/top1000/" target="_blank">570 Milliarden Mal </a>im Monat angeklickt.</p>
<p>Facebook verzeichnet als meistbesuchte Internetseite der Welt so viele Page-Views wie <a href="http://www.businessinsider.com/henry-blodget-facebook-has-more-pageviews-than-the-next-99-biggest-web-sites-combined-2010-5#ixzz0pEH2GJU0" target="_blank">alle anderen 99 größten</a> Netzangebote zusammen.  Facebook-Seiten werden beispielsweise 72 Mal häufiger als alle Wikipedia-Seiten geklickt.<br />
Was Facebook tut, setzt Standards und prägt das Leben von Millionen.</p>
<p>Netzriesen wie Facebook, aber auch Google, prägen inzwischen Zusammenleben und Gesellschaft in einer derart dominanten Weise, dass es nötig ist, Ein- und Widerspruch gegenüber bestimmten Praktiken so zu artikulieren, dass sie gehört werden.</p>
<p><a href="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Ausgestiegen1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-761" title="Ausgestiegen" src="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Ausgestiegen1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der gestrige Versuch, das zu tun, war allerdings ein Flop. Zwar haben bis heute mehr als 34.000 Menschen auf „<a href="http://www.quitfacebookday.com/" target="_blank">Quit Facebook Day</a>“ erklärt, dass sie ihre Mitgliedschaft bei dem Sozialnetzwerk beenden wollen.  Zu ihnen kann man noch 1.500 Leute, die sich von Facebook auf der Seite <a href="http://www.ausgestiegen.com/" target="_blank">Ausgestiegen.com</a> los gesagt haben, hinzu zählen.</p>
<p>Verglichen mit dem rasanten Zugewinn an Nutzern, den das Sozialnetzwerk weltweit verbuchen kann, ist diese Zahl natürlich verschindend gering. Allein in Deutschland haben 600.000 Menschen sich im letzten Monat <a href="http://www.facebakers.com/countries-with-facebook/DE/" target="_blank">neu bei Facebook angemeldet</a>.</p>
<p><a href="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Facebook-DE__3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-758" title="Facebook DE__3" src="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Facebook-DE__3.png" alt="" width="420" height="270" /></a></p>
<p>„Stell dir vor, es ist Quit-facebook-Day und kein Schwein macht mit“, urteilte <a href="http://www.thomashutter.com/index.php/2010/05/facebook-stell-dir-vor-es-ist-quit-facebook-day-und-kein-schwein-macht-mit/" target="_blank">Thomas Hutter</a> entsprechend bissig in seinem Blog. &#8220;Netter Versuch, aber mehr beleibe nicht&#8221;, heißt es auf <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/05/31/quit-facebook-day-und-seid-ihr-alle-gegangen/" target="_blank">Basic Thinking</a>.</p>
<p>Wie aber kam es zu dem Flop? Dass die Netzöffentlichkeit grundsätzlich dazu in der Lage ist, mächtige Kampagnen zu Themen, die alle angehen – etwa zur <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/static/portal_de.html " target="_self">Vorratsdatenspeicherung </a>oder zu den <a href="http://www.zensursula.net/" target="_blank">Netzsperren</a> &#8211; zu erschweren, steht außer Frage.</p>
<p>Auch die Ausgangsbasis für einen Facebook-Protest war eigentlich gut: Grund genug, Facebook den Rücken zu kehren, liefert das Unternehmen seinen Nutzern seit langem.</p>
<p>Facebook sammelt nicht nur mehr Daten über Nutzer und ihr Verhalten als die meisten anderen Netzunternehmen. Es verkauft diese Daten auch <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/may/23/facebook-network-begins-to-unravel" target="_blank">ausgiebig an Dritte</a>, und eine lange Reihe von <a href="http://www.eff.org/deeplinks/2010/04/facebook-further-reduces-control-over-personal-information" target="_blank">Verschlimmbesserungen </a>im Bereich der Datenschutzeinstellungen zeigt, dass das Unternehmen die Nutzer nicht mit Respekt betrachtet, sondern als Ressourcenpool versteht, über den es nach Belieben verfügen darf.</p>
<p>In der Folge bekannten sich<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/more_web_industry_leaders_quit_facebook_call_for_o.php" target="_blank"> etliche</a> <a href="http://www.kinnon.tv/2010/05/gad-zucks-why-im-leaving-facebook.html" target="_blank">Internet</a>-<a href="http://kevtownsend.wordpress.com/2010/05/05/why-i-am-leaving-facebook/" target="_blank">Prominente</a> <a href="http://jamesobrien.id.au/2010/05/10/why-im-leaving-facebook/" target="_blank">dazu</a>, <a href="    http://recluze.wordpress.com/2010/05/17/why-im-leaving-facebook/" target="_blank">genug </a>vom Facebooks miserabler Datenschutzpolitik zu haben.</p>
<p>Gescheitert ist die Aktion trotzdem, und zwar an zwei Dingen: Zum einen haben es die Initiatoren nicht geschafft, die breite Masse der Nutzer zu erreichen. Die Diskussion um die Datenschutzprobleme der Plattform ist ein auf eine Netzelite beschränkter Diskurs geblieben, an dem Webdesigner, Datenschützer und Vielsurfer teilnahmen, aber nicht die ganz normalen Durchschnittsnutzer. Eine Umfrage zeigte, dass nur <a href="http://www.visioncritical.com/2010/05/facebook-users-stop-short-of-deleting-accounts/" target="_blank">11 Prozent</a> aller aktiven US-Facebooknutzer überhaupt von der Aktion gehört hatten. In anderen Ländern dürften es noch weniger Menschen gewesen sein.</p>
<p>Zugleich zeigte sich, dass ein Verzicht auf Facebook für viele Nutzer nicht in Frage kommt. Das war auch den Initiatoren klar. „Etwas wie Facebook aufzugeben, ist etwa so wie das Rauchen aufzugeben“, schreiben auch sie auf <a href="http://www.quitfacebookday.com/#know" target="_blank">ihrer Seite</a>.</p>
<p>Trotzdem, ist das war der zweite und entscheidende Fehler, beharrten sie darauf, den Facebook-Ausstieg als Ziel zu formulieren. Dass der aber für die meisten Facebook-Nutzer keine Alternative ist, hätte man vorher wissen können. Unter anderem wies die Netzexpertin Danah Boyd wies im Vorfeld der Aktion <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2010/05/23/quitting-facebook-is-pointless-challenging-them-to-do-better-is-not.html">darauf hin</a>, dass viele Facebook-Nutzer extrem viel Zeit in das Knüpfen ihrer Facebook-Verbindungen investiert hätten und deswegen nicht bereit sein, Facebook zu Gunsten eines anderen Netzwerks zu verlassen.Nur ein Fünftel der Menschen, die überhaupt von der Aktion gehört hatten, hatten erklärt, sie könnten sich ebenfalls vorstellen, Facebook zu verlassen.</p>
<p>Gegen Facebook grundsätzlich zu protestieren  (oder bei einem Thema wie Street View zum Beispiel grundsätzlich gegen Google), ist für viele als wollte man gegen etwas so Selbstverständliches wie das Wetter protestieren – so selbstverständlich ist diese Plattform Teil des digitalen Lebens. „Facebook gibt uns das Gefühl, gesehen und bewundert zu werden. Es ist der postmoderne Pausenhof, auf dem wir unsere Beziehungen pflegen wie Grundschulkinder“, schreibt Frauke Böger in der <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/das-gefuehl-gesehen-zu-werden/" target="_blank">taz</a>.</p>
<p>Was folgt daraus? Zum einen, dass es jedenfalls möglich ist, mit solchen Aktion Themen zu setzen.</p>
<p><a href="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Facebook-Aussteiger-gesucht.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-753" title="Facebook Aussteiger gesucht" src="http://googlereport.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/Facebook-Aussteiger-gesucht.jpg" alt="" width="216" height="378" /></a>Viele Journalisten jedenfalls nahm das Thema Quit-Facebook-Day begierig auf. Und Vision Critical entdeckte, dass 81 Prozent der Leute, die man zum Thema Facebook befragte, Facebook vorsichtiger als früher nutze. Solche Aktionen haben also durchaus den Effekt, dass sie die Nutzer sensibilisieren.</p>
<p>Für mich folgt als Lehre aus dem Quit-Facebook-Day, dass man sich sehr genau überlegen muss, wie man gegen was genau protestiert. Ohne Akzeptanz einer Aktionsform bei der breiten Masse der Nutzer geht es nicht. Wer etwas vorschlägt, was kaum einer tun will, muss sich nicht wundern, dass kaum einer mit macht. Egal, ob es bei einer ähnlichen Aktion gegen Geschäftsbedingungen bei Google, Datenschutzregeln bei Facebook, Vermarktungsversuche bei StudiVZ oder was auch immer geht: Die Masse der Betroffenen muss mit ins Boot, sonst bleiben der Diskurs elitär und die Auswirkungen einer Protestform, bei der es um Masse geht, überschaubar.</p>
<p>Vor allem aber muss man, wenn man an große Netzgiganten Signale schicken will, die Nutzer zu Aktionen auffordern, die nicht ihr ganzes Nutzungsverhalten in Frage stellen (auch wenn man es vielleicht für haarsträubend hält), sondern es akzeptieren und als Ansatzpunkt aufgreifen.</p>
<p>Sinnvoller als die Aufforderung, Facebook zu verlassen, könnte es vielleicht sein, alle Facebook-Nutzer das nächste mal dazu zu bewegen, zu einer bestimmten Zeit eine ganz bestimmte Aktion zu unternehmen. Diese Quit-Facebook-Day wird Mark Zuckerberg in Ruhe ausgesessen haben, und auch im Googleplex wird man angesichts dieser fehlgeschlagenen Demonstration der  Nutzer nicht gerade mit den Knien schlottern. Vielleicht ändert sich das, wenn Facebook-Kritiker nächstes Mal nicht zum Verzicht aufrufen, sondern dazu, die Daten im Profil oder den Beziehungsstatus ändern, oder ein bestimmtes Foto, etwa mit einem „Gib unsere Daten nicht weiter“-Logo, hochzuladen.</p>
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		<title>Neudefinition von Privatheit und Öffentlichkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 18:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Schott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatheit / Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo liegt die Grenze? Was ist privat, was ist öffentlich? Konnte in der Vergangenheit die Grenze klar gezogen werden, verschwimmt diese durch die omnipräsente Außendarstellung des Individuums im Netz immer mehr.
Rückblick
Auch in der Vergangenheit war nur das privat, was dem Einzelnen bekannt war: Unsere intimsten Informationen, Geheimnisse, politische Ansichten und Gesundheitszustände. Außer vielleicht meinem Arzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wo liegt die Grenze? Was ist privat, was ist öffentlich? Konnte in der Vergangenheit die Grenze klar gezogen werden, verschwimmt diese durch die omnipräsente Außendarstellung des Individuums im Netz immer mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rückblick<br />
</strong>Auch in der Vergangenheit war nur das privat, was dem Einzelnen bekannt war: Unsere intimsten Informationen, Geheimnisse, politische Ansichten und Gesundheitszustände. Außer vielleicht meinem Arzt und dem Pfarrer war diese Information niemandem bekannt. Und diese waren auf Grund von Gesetzen zum Schweigen verurteilt. Hielten sie sich nicht daran folgte die rechtliche Räson. Habe ich meinen engeren Bekanntenkreis in meine Geheimnisse eingeweiht, war dies durch Vertrauen gesichert. Ein Vertrauen, das beim Missbrauch zu Nachteilen für mich führen konnte, aber nur eine bestimmte Reichweite hatte, die durch die direkten Kontakte meiner Bekannten definiert war.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gegenwart<br />
</strong>Durch den Einzug der digitalen Medien und der offenen Nutzung für alle kann der Missbrauch meines Vertrauens viel weitreichender sein. Ich bin Teil der Öffentlichkeit. Nicht unbedingt weil meine Geheimnisse für alle interessant sind, sonder eher dadurch, dass die Geheimnisse für viel mehr Menschen auffindbar sind. Festgehalten im Netz und in digitaler Form die für unterschiedliche Suchalgorithmen auffindbar sind. Das ist die persönliche Betrachtung aus der ich nur ein Handeln ableiten kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Forderung</strong><br />
Ich darf im Netz nur über mich und meine Geheimnisse sprechen. Die Wahrung der Intimsphäre all meiner Bekannten verbietet mir, irgendwelche Informationen über diese im Netz zu verbreiten. Ich möchte sogar so weit gehen, niemandem im Netz zum Geburtstag zu gratulieren, wenn sein Geburtstag nicht von ihm selbst irgendwo angelegt ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Personen des öffentlichen Lebens</strong><br />
Auch wenn die Definition von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nicht einfach ist, waren deren Privatheit schon in der Vergangenheit Opfer und Ziel analoger Medien. Trotz des investigativen Journalismus, der versuchte das eine oder andere Versäumnis oder Fehlverhalten dieser Personen auf zu decken, verstanden diese Personen Geheimnisse weiterhin zu verbergen. <a href="http://www.wikileaks.org/">Wikileaks</a> oder auch <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">Abgeordnetenwatch</a> sind Beispiele, die diese Bastion fallen lassen. Wer im öffentlichen Leben steht oder stehen möchte und eine Verantwortung für viele Leute trägt, muss mit der Öffentlichkeit leben und durch diese gewissermaßen kontrolliert werden. Dabei rede ich nicht vom öffentlichen Pranger, sondern eher von der Transparenz von Entscheidungsträgern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aktuelles Beispiel<br />
</strong>Ein aktuelles Beispiel welches die Fehlleitung der weltweiten öffentlichen Aufmerksamkeit veranschaulicht ist der Fall von <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32571">Neda Soltani</a>. Die iranische Dozentin wurde mit der ermordeten Neda Soltan verwechselt und das Bild ihres Gesichtes mit dem falschen Namen in die Öffentlichkeit gezerrt. Plötzlich war sie mit Anrufen und Anfragen von Freunden und Bekannten konfrontiert, ob sie noch lebe. Darüber hinaus bekam sie auch Besuch vom iranischen Geheimdienst, der sie aufforderte, sich als die „angeblich“ ermordete Neda zu erkennen zu geben um den iranischen Staat rein zu waschen. Auslöser für diese Verwechslung war vermutlich ein einfacher Vertipper eines Internetnutzers, der die unterschiedlichen Persönlichkeiten in Verbindung brachte. Diese Verwechslung hat für Neda Soltani schlimmste Folgen. Mittlerweile musste sie ihr Heimatland verlassen und lebt hier in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit</strong><br />
<strong>In unserer Kommunikation und in unserem Handeln gilt es als höchstes Gut, die Privatheit meiner Bekannten zu schützen. Ich darf nichts über andere Personen in die Welt setzen, was falsch, unwahr oder sensibel ist.</strong> <strong></strong></p>
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		<title>4. Hamburger Salon am 01.07.2010 über „Erinnern und Vergessen in Zeiten des Internet“</title>
		<link>http://www.i-15.de/sonstiges/3-hamburger-salon-am-20-05-uber-%e2%80%9eneudefinition-von-privatheit-und-offentlichkeit%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Avenarius</dc:creator>
				<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessen]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.i-15.de/?p=62</guid>
		<description><![CDATA[Bereits den 4. Hamburger I-15 Salon werden wir am Donnerstag den 01. Juli durchführen. Ab 18:45h geht es los in der Plangeschen Villa des Business Club Hamburg im Heine-Park an der Elbchaussee 43.
Dort diskutieren wir über das Thema „Erinnern und Vergessen in Zeiten des Internet“.
PS: Der Abend ist fussball-frei  
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits den 4. Hamburger I-15 Salon werden wir am Donnerstag den 01. Juli durchführen. Ab 18:45h geht es los in der Plangeschen Villa des <a href="http://www.bch.de" target="blank">Business Club Hamburg</a> im Heine-Park an der <a href="http://u.nu/23v37" target="blank">Elbchaussee 43</a>.</p>
<p>Dort diskutieren wir über das Thema <strong>„Erinnern und Vergessen in Zeiten des Internet</strong><strong>“</strong>.</p>
<p>PS: Der Abend ist fussball-frei <img src='http://www.i-15.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>2. Berliner Salon am 14.07.2010 über die &#8220;Neudefinition von Privatheit und Öffentlichkeit&#8221;</title>
		<link>http://www.i-15.de/salon_berlin/1-berliner-salon-am-19-05-2010-zu-digitaler-identitat/</link>
		<comments>http://www.i-15.de/salon_berlin/1-berliner-salon-am-19-05-2010-zu-digitaler-identitat/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Avenarius</dc:creator>
				<category><![CDATA[Salon Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Identität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.i-15.de/?p=56</guid>
		<description><![CDATA[Am Mittwoch den 14. Juli wird wird der 2.  I-15 Salon in Berlin statt finden. Wir treffen uns ab 18:45h im Kaminzimmer des Restaurant Brel am Savignyplatz 1.
Diskutieren werden wir über die &#8220;Neudefinition von Privatheit und Öffentlichkeit&#8220;, die sich durch die Entwicklungen im Internet bereits ankündigen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch den 14. Juli wird wird der 2.  I-15 Salon in Berlin statt finden. Wir treffen uns ab 18:45h im Kaminzimmer des <a href="http://www.cafebrel.de/" target="_blank">Restaurant Brel</a> am <a href="http://u.nu/9p9k9" target="_blank">Savignyplatz 1</a>.</p>
<p>Diskutieren werden wir über die <strong>&#8220;Neudefinition von Privatheit und Öffentlichkeit</strong><strong>&#8220;</strong>, die sich durch die Entwicklungen im Internet bereits ankündigen.</p>
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		<title>&#8220;Digitale Identität&#8221; &#8211; Feedback der Teilnehmer am 2. Hamburger Salonabend, 18.03.2010</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 16:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Avenarius</dc:creator>
				<category><![CDATA[Salon Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Feedback]]></category>

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		<description><![CDATA[Formuliere bitte die wichtigsten Gedanken und Anregungen seitens der anderen Teilnehmer, die Du für Dich an dem Abend mitgenommen hast:
Zwei Grundpositionen:
- Neu ist Entstehung von Poly- oder Patchwork-Identität, unterstützt vom Internet
- Verlassen eigener Identität nicht möglich (Ich bin ich), auch nicht im Internet. 
Internet und Entstehung narzisstischer Persönlichkeiten
Internet und Verlust von Identität (z. B. Second [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Formuliere bitte die wichtigsten Gedanken und Anregungen seitens der anderen Teilnehmer, die Du für Dich an dem Abend mitgenommen hast:</strong></p>
<p>Zwei Grundpositionen:<br />
- Neu ist Entstehung von Poly- oder Patchwork-Identität, unterstützt vom Internet<br />
- Verlassen eigener Identität nicht möglich (Ich bin ich), auch nicht im Internet. </p>
<p>Internet und Entstehung narzisstischer Persönlichkeiten<br />
Internet und Verlust von Identität (z. B. Second Life)</p>
<p>Das Web, die Social Media Plattformen als große Geburtstagsparty.<br />
Lose Kontakte unterschiedlicher Gruppen in der sich die Einzelperson bewegt, können aus dem digitalen Profil die Vielzahl der Rollen und Zugehörigkeit der Einzelperson erkennen.<br />
Veränderung der Prägung der Identität. Früher 25% von mir und 75% von den Anderen. Hinzu 25% von den Anderen und 75% von mir. Führt vermutlich zu Narzismus.<br />
Größte Gefahr geht aus dem Erfassen und Auswerten der passiv getrackten Daten und den möglichen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen.<br />
Identität im Sperrfeuer des Marketings, das perfekte Produkt dem Individuum auf den Leib schneidern und es ihm zu empfehlen.<br />
Krasses Beispiel des vollständigen Eintauchens in 2nd Life. 16h täglich führten zur Verschmelzung der digitalen und realen Identität.</p>
<p>Was multiple Identitäten zusammenhält, ist das von innen heraus wirkende *Gefühl*, dass all diese für einen selbst zusammengehören und eine Einheit bilden.<br />
Das ernsthafte, dauerhafte Aufrechterhalten einer multiplen Identität ist ungeheuer *anstrengend* und deshalb impraktikabel und kaum in der Wirklichkeit vorzufinden &#8212; nicht aber das temporäre Schlüpfen in eine alternative Rolle in einem vorab gemeinsam definierten Spielraum.<br />
Vertrauen beruht auf gegenseitiger schrittweiser Offenbarung. Die wachsende Menge an online verfügbaren Informationen über Personen bedroht potenziell diesen entscheidenden sozialen Mechanismus. </p>
<p>Ich war mehr als erstaunt, dass viele Teilnehmer ganz bewusst mehr als eine Identität pflegen und habe mich NICHT gewundert, dass sie es als anstrengend und komplex empfinden.</p>
<p>Besonders gefallen haben mir die Geschichten aus Second Life und die Erfahrungen, dass irgendwann das Bewusstsein nicht mehr unterscheiden konnte, was in Second Life passiert war und was im &#8220;First Life&#8221;. Diese Erfahrung der Täuschbarkeit des Gehirns über die Wirklichkeit ist für mich eine Warnung zur Vorsicht im Umgang mit virtuellen Welten.<br />
Gefallen hat mir auch Götz&#8217; Bild der &#8220;Dörflichkeit&#8221; des Netzes, d.h. der Entwicklung, dass es nicht mehr möglich ist, vollständig in der Anonymität der Großstadt abzutauchen und unter ihrem Deckmantel seine Egozentrik und sonstigen Unarten auszuüben. Diese werden jetzt im Netz oder in unseren sozialen Netzwerken Spuren hinterlassen. Wir haben dadurch eine größere soziale Kontrolle übereinander, was nicht nur schlecht sein muss.  </p>
<p>Für das Erleben gibt es keine Virtualität &#8211; realer und digitaler/virtueller Raum sind eins.<br />
Das Netz bietet die einzigartige Chance, authentisch zu sein.<br />
Die Transparenz des Netzes wirkt der Ausgestaltung paralleler Identitäten faktisch entgegen. </p>
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