Articles by Lars Reppesgaard

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Eine zweite Chance hat jeder verdient. Aber: Das Netz vergisst nie etwas. Jugendsünden oder Verleumdungen finden Suchende dank Google und anderer Suchmaschinen immer wieder, auch wenn die Betroffenen mit diesen Web-Inhalten nicht mehr konfrontiert werden wollen. Gibt es Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun? Marc Pentermann hat auf seiner Webseite “Der Webanhalter” einen lesenswerten Artikel darüber geschrieben, ob und wie man seinen eigenen Namen bei Google wieder entfernen kann.

Ich habe ihn auf meiner Webseite Googlereport mit seiner Genehmigung veröffentlich, weil ich denke, dass uns allen ein paar Kniffe für das digitale Zeitlater gut tun. Selbstbestimmung ist für mich die alternative zum Kontrollverlust, den zu aktzeptieren auch bedeutet, das Netz und die Technologien und sozialen Dynamiken, die es antreiben, als etwas zu definieren, das man gleich den Naturgewalten geschehen lassen muss. Ich halte es für sinnvoller, Digitalisierung und Vernetzung als technische und soziale Prozesse zu begreifen – von Menschen gemacht, also auch: von Menschen zu beeinflussen.

Wie können Netznutzer gegenüber großen Online-Riesen ihre Interessen artikulieren? Eine Antwort können Online-Petitionen sein, in denen die Nutzer kund tun, was sie wollen oder was ihnen nicht passt. Ein Beispiel dafür startete am letzten Samstag. Ich hab es für den Googlereport aufgegriffen, denke aber, es passt gut zu den Gedanken, die sich auch die I15 macht. Here we go:

Seit Samstag sammelt der amerikanische Student Frank Rizzo im Rahmen einer Petition Unterschriften, mit denen er Google dazu bringen will, auf Basis von Googles Telefondienst Google Voice eine eigene Voice-over-IP-Anwendung zu veröffentlichen. Bis heute haben erst 3100 Menschen die Petition unterschrieben. Trotzdem ist sie ein interessantes Experiment. Ein Interview. Read the rest of this entry »

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Wenn wir als Netzgemeinschaft in der Lage sein wollen, mit den Unternehmen und Institutionen (Politik z.B.) in den Dialog zu treten, um unsere Interessen zu vertreten und dafür zu sorgen, dass Regelungen und Policies in unserem Sinne sind, stellt sich die Frage, wie das gelingen kann. Wie interventionsfähig sind “die Netznutzer”, welche ihrer Kampagnen laufen gut, welche schlecht, und warum ist das so? Dies zu untersuchen, ist für mich ein wesentlicher Ansatz um handlungsfähig zu werden, wenn es darum geht, die Spielregeln in der digitalen Welt ein wenig mitzugestalten. Read the rest of this entry »

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