Ole Keding:
Identität ergibt sich gemäß sprachlicher Erwartungen der gesellschaftlichen Kreise, in denen man sich bewegt, z.B. ist sie im universitär-wissenschaftlichen Gruppen eine andere als im persönlichen Freundeskreis. Durch das Web entsteht eine latente Überforderung durch zu viele Angebote an sozialen Gruppen, in denen man sich bewegen und kommunizieren kann, Facebook, Foursquare, etc. Man braucht eine dicke Haut oder sollte schmerzbefreit unterwegs sein im Web. Hoffnung, dass die Fülle irgendwann wieder handhabbar wird.
Hans-Jürgen Kleinsteuber:
Nach Mead ist es (vor allem bei Heranwachsenden) die Interaktion mit anderen, welche zur Erfahrung einer eigenen Identität führt. Menschen wachsen durch Austausch mit der Umwelt in ihre Identität hinein, Persönlichkeitsreife (Erikson). Identität als uraltes Menschheitskonzept: Phase der Selbstfindung.
Durch das Internet kommunizieren junge Menschen zunehmend mit Maschinen, Algorithmen, welche den Prozess der Identitätsentwicklung mit prägen. Dies bietet einen größeren Spielraum mit Identitäten zu experimentieren: Maskierungsthese. Virtuelle und reale Identität begünstigen heute die Entstehung von „Poly-Identitäten“. Der Kommunikationshorizont wird zudem immer weiter, vom Dorf zu Deutschland und die ganze Welt nimmt teil. Es stellt sich die Frage, wo die Gefahren solcher Erfahrungen für die next Generation liegen, wenn zunehmend Maschinen Identität mit formen. Zudem vergisst das Internet nicht, speichert alte Identitäten. Und Menschen können immer einfacher durch Computer automatisiert identifiziert werden aufgrund ihrer digitalen Identitätsabdrücke =>Gefahr des Überwachungsstaats. Notwendig ist die Sicherung der wahren Identität für einen selbst.
Dietlinde Pätzelt:
„Identität wird immer dann Thema in wissenschaftlichen Debatten und Alltagsdiskursen, wenn sie bedroht ist.“
Dieses Statement – irgendwo gelesen – regt an, im Rahmen des I15 Salons „Digitale Identität“ zu reflektieren, wie und mit welchen Konsequenzen die medialen Welten des Netzes auf die Bildung und Gestaltung persönliche Identität wirken.
Identität lässt sich heute angemessen nur als facettenreiches, multiples Gebilde beschreiben. Der Sozialpsychologe Heiner Keupp hat dafür den Begriff Patchworkidentität geprägt. Er beschreibt Identität als einen aktiven, lebenslangen und kreativen Prozess der Selbstorganisation mit dem Ziel, sich in den unterschiedlichen Rollensystemen der spätmodernen Gesellschaft zu behaupten. Unter digitaler Identität ließe sich in diesem Zusammenhang ganz schlicht die Facette/n einer multiplen- oder Patchwork-Identität verstehen, die im Rahmen der Selbst-Repräsentation in der digitalen Sphäre entwickelt werden.
Dass Medien heute in Prozessen der Identitätsbildung eine zentrale Rolle spielen ist unstrittig und intensiv beforscht. Ergebnisse dieser Forschungen machen deutlich, dass und wie realer Alltag und medial vermittelte Realität ineinander verschränkt sind – eine Erfahrung, die das Web 2.0 besonders eindrücklich vermittelt.
Die digitale Repräsentanz der eigenen Identität wird in der Breite der Gesellschaft zunehmend zur Konvention, zur (notwendigen) Anpassungsleistung in privaten wie beruflichen Kontexten. Der Umgang mit dieser Anforderung ist allerdings breit gefächert. Er reicht von lustvoller Kreativität, über souveränen Pragmatismus bis zu ängstlicher Abwehr und Verweigerung. Neben individuellen Zugängen bestimmen auch die Sorge um den Missbrauch persönlicher Daten und Angst vor Übergriffen in die privaten Bereiche persönlicher Identität die Strategien des Identitätsmanagements im digitalen Raum.
Zweifellos schaffen Social Networks, Communities, Plattformen, Blogs usw. zahllose Möglichkeiten Identitätsprozesse effektiv unterstützen und inspirativ zu befeuern. Sie funktionieren als Instrumente der Selbst(er)findung und Reflexion und eröffnen nahezu unbegrenzte Möglichkeit für das selbstbestimmte „Experimentieren“ – das Entwickeln, Erproben und Ausgestalten von Facetten der eigenen Identität. Unabhängig von der Orientierung dieser Prozesse –von der Idealisierung des eigenen Ichs auf der einen bis hin zur Fetischisierung (Max Celko) des „wahren Lebens“ auf der anderen Seite – erfährt die Identitätsarbeit hier eine ganz eigene Prägung. Denn sie lebt maßgeblich von und für die Generierung von Aufmerksamkeit. Die Anzahl von „Kontakten”, “Freunden”, “Follower” wird zum Gradmesser sozialer Anerkennung und des eigenen Selbstwert.
Diese extreme Fokussierung auf Aufmerksamkeit bleibt nicht ohne Folgen. Sie verstärkt, wie sozialwissenschaftliche und psychologische Forschungen zeigen, deutlich die Ausprägung narzisstischer Persönlichkeitsanteile – eine Dynamik, die für die Ausbildung belastbarer Identitäten wenig förderlich ist. Denn übersteigerte Ich-Bezogenheit erzeugt ein Selbstwertgefühl, das leicht kränkbar und wenig frustrationstolerant ist und damit für das Management der Herausforderungen in der (realen) Welt nur bedingt taugt.
Systematisch beforscht wird dieses Phänomen z.B. von der amerikanischen Jugendpsychologin und Autorin Jean Twenge („Generation Me“, „Narcissism Epidemic“). Sie beschreibt die amerikanische Jugend als eine Generation, die so stark auf sich selbst fixiert ist, wie keine andere vor ihr. In der Reihe der Ursachen misst sie der Praxis medialer Selbstinszenierung eine erhebliche Bedeutung bei.
„Der nächste Schritt wird ein epidemischer Narzissmus sein.“ diagnostiziert sie und stützt diese Einschätzung mit Ergebnissen einer Langzeitstudie. Als Folge dieser Entwicklung prognostiziert sie Rekordzahlen an depressiven Menschen und einen zunehmenden Rückzug aus dem sozialen Gefüge.
Ähnliche Phänomene lassen sich heute auch in Westeuropa beobachten – sie gilt es zu analysieren und zu bewerten. Wir stehen vor der Frage, ob und wie wir kritischen Entwicklungen begegnen wollen und welche Impulse es braucht, um die konstruktive Entwicklung individueller und kollektiver Identitäten in der digitalen und realen Sphäre wirksam zu unterstützen.
Götz Hamann:
Wechsel der eigenen Identität ist historisch nichts neues, bzw. erfährt durch das Internet die Mehrheit der Gesellschaft wenig Neues hierin. Ab Mitte 30 sind die meisten in ihrer Identität gesettelt. Allerdings ist eine gesellschaftliche Übergangszeit im Umgang mit neuen Kommunikationstechniken und –werkzeugen zu beobachten (Twitter, Facebook, etc.). Irgendwann wird sich hier sich hier eine (evolutionäre) Optimierung des Einsatzes des jeweils passenden Werkzeugs für eine konkrete Situation einstellen. Auch wird sich die Gesellschaft an das fortlaufende Speichern von allem gewöhnen. Dies führt zu einer Zunahme der Sozialkontrolle und der Auflösung etwa anonymisierter Großstadt-Milieus. Auf daran wird man sich gewöhnen.
Peter Kabel:
Identität erschafft man nicht autark, sondern immer im Zusammenspiel und Austausch mit anderen Menschen in seiner Umwelt. Durch das Web ergibt sich allerdings in dieser Dynamik etwas Neues: Früher wurde man gesellschaftlich durch wenige, aber dafür enge Beziehungen / Freundschaften in seiner Identität geformt. Heute kann ich viel viel mehr „lockere Bindungen“ oder „loose ties“ eingehen und „managen“ als je zuvor. Hier bewirkt eine veränderte Quantität und zunehmende Geschwindigkeit der Entwicklung eine neue Qualität in Sachen Identitätsbildung. Die lockeren Bindungen nehmen immer mehr Raum und Zeit ein in meinem Leben, gleichzeitig haben sie durch die Flüchtigkeit in der Bindungsstärke und Dauer immer weniger prägenden Einfluss auf meine Identität. Dadurch wird der eigene Anteil an der persönlichen Identitätsbildung immer relevanter. Folge: Das Selbst wird zunehmend wichtiger und hat zu einem Narzissmus-Kult im digitalen Raum geführt. Es scheint, als ob die digitale Gesellschaft die Phase der Pubertät sehr lange hinauszögert und viele noch mit 30, oder 40 in einer narzisstischen Phase unterwegs sind. Mit dem typischen narzisstischen Problem, die eigene Sicht (auf das eigene Ich und die Welt) für allein wahr zu halten und sich danach zu verhalten. Was ist dagegen zu tun, gerade in der Erziehung – ???
Anderes Thema: zunehmende Transparenz verschiedener Parallel-Identitäten. Schattenseite: es wird immer schwieriger bestimmte Seiten an sich verborgen oder privat zu halten.
Und als dritter Aspekt: Passive Identitätsbildung. Gibt es eigentlich Pflichtidentitäten? Wann ist der bürokratisch organisierte Mensch ein Mensch? Wird es irgendwann die staatsbürgerliche Pflicht einen Facebook-Account zu besitzen wie einen Personalausweis? Oder gesellschaftliche Notwendigkeit, weil sonst keine Teilhabe am öffentlichen Leben möglich ist? Da hört der digitale Spaß spätestens auf …
Ulrike Reinhard:
Die Frage nach „wer bin ich?“, Identität in digitaler Kommunikation, stellt sich für mich nicht, denn meine digitale Identität unterscheidet sich NICHT von meiner analogen. Ich habe nur eine Identität – I am what I am! – egal auf welchem Kanal ich kommuniziere.
Und auf irgendeinem Kanal kommt man schon zueinander kommunikativ. Digital unterscheidet sich nicht daher nicht groß von real. Egal wie ich unterwegs bin und mit Menschen kommuniziere, es kommt auf die empfundene Intensität an.
Tina Pickhardt:
Ich habe nur die eine Identität, die sich in viele Facetten aufteilt, aber letztlich kommen diese in eins zusammen, auch körperlich. Hab viel virtuell ausprobiert in Second Life (SL) in Sachen Identitätswechsel, aber das hielt nicht lange an bzw. gelang nicht dauerhaft, z.B. als Avatar ein Mann sein oder blonde Haare haben, etc. Menschen, die zu lange Zeit in SL verbringen, laufen sicher Gefahr schizophren zu werden. Ich hab Second Life dann wieder sein gelassen, weil ich irgendwann merkte, dass mir der Unterschied zwischen der Wahrnehmung, was ich in SL erlebe und was in der realen Welt, nicht mehr möglich schien. Aber es gibt letztlich keine Virtualität, alles ist am Ende reale Existenz. Mein Avatar gehört zu mir und ich empfinde stark für ihn.
Fremdeinordnung im Netz, bspw. durch Twitterlisten, ist nicht in der Lage aus meinen Teilaspekten eine Gesamtidentität zu machen. Bin immer wieder erstaunt zu sehen, in welchen Kategorien / Überschriften Leute mich auf ihren Twitterlisten einsortieren. Menschen neigen auch hier dazu, nur auf ihre Wahrnehmung zu fokussieren. Dennoch, wie Ulrike sagt, Identität ist nicht teilbar, es gibt nur verschiedene Kommunikationskanäle.
Sanja Stankovic:
Identität ist stark kulturell geprägt. Wirklich individuell ist nur die eigene DNA und Fingerabdruck. Ich frage mich oft, welches Wissen habe ich über meine passive digitale Identität (bei anderen). Die Gesellschaft ist noch weit weg, dass Menschen selbstbewusst aktiv ihre digitalen Identitäten managen. Hier wären neue Unterrichtsfächer an den Schulen in Social Media notwendig.
Sebastian Deterding:
1994 stellte Sherry Turkle in “Leben im Netz” die These auf, das Internet ermögliche das Spiel mit multiplen Identitäten. Heute dagegen erschwert das Internet das Aufrechterhalten multipler Identitäten in multiplen Kontexten.
Turkle meinte noch, mehrere Identitäten zu haben sei ein charakteristisches Novum der Postmoderne. Mit Soziologen wie Erving Goffman kann man dagegen halten, dass unser soziales Leben immer schon daraus bestand, auf verschiedenen Bühnen verschiedene Rollen zu spielen. Identitätsmanagement heißt, erkennen zu können, auf welcher Bühne vor welchem Publikum man gerade steht, und entsprechend Aspekte der eigenen Person in den Vordergrund und andere in den Hintergrund zu spielen. Meinen Eltern gegenüber bin ich jemand anderer als meinen Freunden oder Berufskollegen, meinen Schulfreunden gegenüber ein anderer als meinen heutigen Freunden, vor zehn Jahren war ich ein anderer, als ich heute bin. Problematisch wird das immer dann, wenn verschiedene Bezugskreise, die verschiedene Seiten von uns kennen, sich plötzlich mischen — wie auf einer Geburtstagsparty.
Mit seiner skalierbaren Durchsuchbarkeit, Archivierbarkeit und unklaren Leserschaft eigener Äußerungen, konkret: mit Google, Personensuchen und Profiling ist das Internet dabei, zu einer fortdauernden Geburtstagsparty zu werden. Selbst wenn wir verschiedene Bezugskreise über verschiedene soziale Netzwerkdienste und mit verschiedenen Profilseiten bespielen, selbst wenn wir diese Daten anonymisieren — Suchergebnisseiten und Profiling fügen diese Daten online doch wieder auf einer Seite zusammen. Das erschwert Identitätsmanagement: Unser tägliches Bemühen, den ersten Eindruck und die Reihenfolge der Eindrücke zu gestalten, die andere von uns haben.
Christoph Kappes:
Identität gleicht einer Zwiebel, man entwickelt viele Schichten davon übereinander.
Das Web ist an sich noch sehr jung was seine Entwicklungszeit angeht und gleichzeitig sehr alt, da es nicht vergisst => Paradoxie.
Die interessanteste Veränderung ist die maschinelle Mischung von Web2.0 Werkzeugen mit old economy Statistikdaten. Und hier werden zunehmend persönliche Daten von mir, z.B. Fotos, durch andere (3. Personen) Menschen öffentlich gemacht.
Einwurf von Ulrike: „Ich bin ich heißt nicht, dass jeder alles über mich weiß bzw. öffentlich machen kann“
Einwurf Tina P.: „Digitale Informationen sind per se teilbare Güter“
Moritz Schott:
individuelle Motivation:
Die Identität ist einzigartig und kann nicht geteilt werden. Unsere Identität dient der Identifizierung in der Gesellschaft an Hand von Fingerabdruck, DNA, Personalausweis- oder Reisepassnummer. Sie ist unumgänglich um
gesellschaftliche Konsequenzen:
aktiv an der Gesellschaft zu partizipieren. Unser Rechtsystem basiert auf der Identität zum Abschluss von Verträgen und zur Übernahme von Verantwortung. Die digitale Identität hingegen ist nicht zwingend notwendig, bietet mir allerdings eine höhere Einflussnahme auf meine Außenwirkung. Daher
Handlungsanweisungen:
veröffentlich so viel wie möglich über das was du über dich selbst hören willst, um so die unangenehmen (diejenigen, die du nicht über dich hören willst) Eigenschaften deiner Person zu übertönen.
Maike Gosch:
Ich glaube, dass Identität auch etwas mit dem Erzählen von Geschichten zu tun hat. Identität kann man beschreiben als die Summe der Geschichten, die der Mensch sich über sich selbst erzählt und der Geschichten, die Andere über ihn erzählen. Geschichten waren immer der Sinnzusammenhang, in den der Mensch seine Sinneseindrücke und Erfahrungen geordnet hat, um sie zu verstehen, aus ihnen zu lernen und ihnen einen Sinn zu geben. Eine Definition von eigener geistiger Gesundheit ist die Fähigkeit, sich eine sinnvolle Geschichte über sich und die Welt zu erzählen. Im negativen Fall können Geschichten über uns als Summe an (erzählter) Gewalt (durch andere) und Ausbruch aus der Sinnlosigkeit der eigenen psychischen Geschichte gesehen werden.
Das Internet ist nun ein Forum geworden, auf dem sich alle diese Geschichten sammeln. War es bis vor ein paar Jahren noch der Ort der Möglichkeiten, auf dem verschiedene alternative Identitäten ausprobiert werden konnten (Second Life etc.), so ist es inzwischen, durch die große Vernetzung und die Verfeinerung der Suchmaschinen im Gegenteil zu dem Ort größtmöglicher Transparenz geworden. Das Netz saugt wie ein Magnet alle verstreuten Späne der Identitätsspuren und Geschichten zusammen und nun steht man “warts and all” oder “mit heruntergelassener Hose” (im Falle von ChatRoulette sogar wörtlich) vor der Öffentlichkeit. Zugleich hat die Forderung nach Authentizität im Internet hat oft eine Intensität, wie sie ein Kind oder Geliebter es fordert.
Diese identitätskonstituierende Narration ist jedoch keine lineare Geschichte und keine Menge von nebeneinander stehenden Geschichten mehr, sondern eine Art in sich vernetzter Hypertext geworden. So ist es kein Wunder, dass wir davon manchmal überfordert sind.
Wie ist mit dieser gläsernen Identität umzugehen? Ich glaube, es wird eine der größten Herausforderungen für die Menschen sein, ebenso wie für die Firmen und Marken, die im Netz auftreten, eine neue Fehlerkultur zu entwickeln. Wir sind nicht perfekt und das ist auch gut so! Im Netz können wir diese Illusion oder Maske nicht mehr aufrechterhalten. Wer damit nicht offensiv oder aktiv umgeht, dem wird diese Maske der Perfektion und Fehlerlosigkeit heruntergerissen. Wir können mit dieser Lupe, unter der unsere Fehler, Irrwege, Brüche sichtbar werden, am besten umgehen, wenn wir sie uns eingestehen und erlauben. Was bedeutet das? Für Firmen, Institutionen, Politiker bedeutet es, in einen offenen Dialog mit den Menschen zu treten, in dem auch Kritik erlaubt ist. Für Menschen, Unternehmer wie Privatpersonen, könnte es bedeuten, als ganzer Mensch im Netz in Erscheinung zu treten und mit seiner Persönlichkeit zu überzeugen. Als Beispiel fällt mir dazu die Game-Designerin Jane McGonigal ein, die auf ihrem Blog vieles Private von sich berichtet. Sie gewinnt dabei (bei mir und sicher auch bei vielen anderen Lesern) an Glaubwürdigkeit und Liebenswürdigkeit und ich bin sicher, dass das ihrem Alternate-Reality-Games-Geschäft hilft.
Vielleicht ist es also gut, dass das Internet uns zwingt, zu akzeptieren, dass wir Menschen (wie es in der Game-Branche heißt) uns noch – und wohl immer – in der Beta-Phase befinden!
Lars Reppesgaard:
Es gibt die berechtigte Angst vor dem Kontrollverlust. Ich werde laufend bewertet von einer mir unbekannten Masse. Hier empfiehlt es sich einmal Google Dashboard zu nutzen, um seine (Google-)Identität im Netz zu erkunden. Hier am Tisch sitzt allerdings auch eine Internet-Elite, die wenigsten da draußen wissen, was im Web alles abgeht. Und Trendsetter sollten auch einmal über die negativen Seiten der neuen Web2.0-Dienste berichten.
Agnieszka Krzeminska:
Innensicht: alles ist Möglichkeit, das Leben als ewiger Versuch bzw. Entwurf.
Außensicht: Wie werde ich von anderen gesehen? Realität ist das was gesellschaftliche Konvention zulässt, abhängig von der Zeit und ihr Qualität, in der wir jeweils Leben. Dennoch ist das, was es besonders macht der Mensch und seine unbegrenzte Fähigkeit zu lernen und Neues zu entdecken.
Mitschriften, gemischt mit Vorlagen der Vortragenden, durch Moritz Avenarius
Ort: Hamburger Business Club
Letzte Kommentare